obrira

BRAWO vom 18.12.2011 von Rene Wernitz

Erfolgsgeschichte auf OPTI 2012

André Schwolow (Gf. Fa. Obrira) mit Lupenbrille „RN 420“
Foto:
 Rietschel

Eine verbesserte Lupenbrille mit LED-Leuchte „made in Rathenow“: Diese Innovation präsentiert André Schwolow, Geschäftsführer des Unternehmens OBRIRA, vom 13. bis 15. Januar 2012 auf der OPTI-Fachmesse in München. 

Rathenow (MZV) Das Optikindustriemuseum und die Optikstadt Rathenow haben in der 90-minütigen WDR-Produktion „Havelland – unterwegs im Seen- und Dichterland“ denkbar schlecht abgeschnitten. In der am 27. November ausgestrahlten Sendung fand das Museum lediglich eine Erwähnung. Es erinnere an die optische Industrie, die nach der Wende wegbrach, wie es kurz hieß.

Sylvia Wetzel, Pressesprecherin des Kulturzentrums, das das Museum beherbergt, zeigte sich am Montag vor Journalisten enttäuscht. Sie habe das Filmteam weit länger als eine Stunde durch das Objekt geführt. Man habe alles mögliche gefilmt. Womöglich auch die Gaben jener Rathenower Unternehmer, die aktuell am Optikmarkt tätig sind.

Das Wiederaufblühen der Branche in Rathenow, die Mitte der 90-er Jahre ihren Tiefpunkt erreichte, ist eine Erfolgsgeschichte. Von ehemals 4.500 Beschäftigten sank die Zahl zunächst auf etwas mehr als 500. Aktuell sind es etwa ein Dutzend Firmen, darunter Fielmann und Essilor, die wieder rund 1.350 Frauen und Männer beschäftigen. Schon allein, was die Brillenproduktion betrifft, ist die Optikstadt ein Begriff. Denn jede fünfte in Deutschland verkaufte Brille sei zuvor durch Rathenower Hände gegangen, wie es am Rande des Pressetermins im Optikindustriemuseum hieß.

Dort stellten jene Firmen, die sich vom 13. bis 15. Januar 2012 auf der OPTI-Fachmesse in München präsentieren, ihre Neuheiten vor. Die Unternehmen OBRIRA, Optoconsult, Optotec, Poschmann Design und Solira, außerdem die Optikwerkstatt Berlin, wollen die Erfolgsgeschichte Rathenows erzählen. Sie teilen sich in München einen Stand unter der Dachmarke OABB (Optic Alliance Brandenburg-Berlin). In dieser Allianz haben sich 38 Firmen organisiert, die für die optische Industrie des 21. Jahrhunderts zwischen Havel und Oder stehen.

Rathenow gilt als die Wiege dieses Industriezweigs. Dort ließ sich Pfarrer Johann Heinrich August Duncker (1767-1843) am 10. März 1801 seine Entwicklung, eine Vielschleifmaschine für Linsen, patentieren und gründete die „Königlich privilegierte optische Industrie-Anstalt“.

von Rene Wernitz

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